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Erfahrungen nach 5 Jahren auswandern

auf die philippinische Insel Cebu



09.05.2018: 5 Jahre auf der philippinischen Insel Cebu, da mussten wir doch selber erst einmal nachrechnen und uns in den Allerwertesten kneifen - der Hammer. Nun ja, wir persönlich haben zu keiner Zeit daran gezweifelt, dass wir es hier auf den Philippinen nicht schaffen. Schließlich möchten wir nach heutigem Kenntnisstand unser Leben bis zum Tag der Tage hier verbringen und es so leben, wie wir es uns vorstellen.

Und die vielen Zweifler im Vorfeld müssen wir leider an dieser Stelle erneut enttäuschen. Nein, es ist in keinster Weise geplant, dieses Leben unter südlicher Sonne wieder gegen den tristen Alltag, das Warten auf den nächsten Urlaub und die Rente, den nicht mehr nachvollziehbaren politischen Entscheidungen sowie anderen, lebensunfreundlichen Bedingungen in Deutschland einzutauschen.

Hier nun also ein Bericht über unsere Erfahrungen nach 5 Jahren auswandern auf die philippinische Insel Cebu.

Philippinen - Auswandern - Insel Cebu - 5 Jahre - Heike Fuerst - Uwe Fuerst - 1



Vollkommen neues Denken...


Viel hat sich getan und verändert in den zurückliegenden 5 Jahren. Viel haben wir dazu gelernt und unseren Horizont auf allen Ebenen deutlich erweitert, viele neue Dinge angeeignet, von denen wir zuvor nicht einmal wussten, dass sie überhaupt existieren. Oft sind wir mit unserer alten, über Jahre hinweg eingeprägten Denk- und Handlungsweise an Grenzen gestoßen, deren Überwindung uns nicht immer leicht gefallen ist. Wer in ein anderes Land und in eine andere Kultur auswandern möchte, muss einfach in der Lage sein, sich in fast jeder Beziehung anzupassen und zu verändern - sonst ist schnell  "Ende im Gelände".

Ja natürlich, auch wir haben uns das alles nicht so einfach aus dem linken Ärmel geschüttelt. Oft waren wir körperlich am Ende, unser Gehirn vollgepumpt und überlastet mit neuen Informationen, die man auf die Schnelle gar nicht verarbeiten konnte - Overload. Probleme traten auf, die wir in dieser Form aus unserem alten Leben nicht kannten. Aber mit dem Gedanken, einfach aufzugeben und in die alte Heimat zurückzukehren - NEIN, damit haben wir uns nie beschäftigt. Leben heißt Veränderung und es wäre doch auch wirklich langweilig, wenn man tagtäglich den gleichen Trott durchleben müsste.


Die letzten 5 Jahre...


Normalerweise hätten wir Tagebuch führen sollen, um wirklich alles auflisten zu können, was sich in den letzten 5 Jahren getan hat. Das wäre jedoch des Guten zu viel und wir könnten ein neues eBook schreiben. Nachdem wir in den ersten 2 Jahren hier auf Cebu erst einmal damit beschäftigt waren, überhaupt anzukommen und uns zurechtzufinden, einen Geräteschuppen und einen Carport bauen zu lassen, ging es in den letzten 3 Jahren eigentlich ohne erkennbare Pause Schlag auf Schlag weiter.

Nun ja und ob es der werte Leser glaubt oder nicht: An wirkliche Erholung, das Bereisen der 7107 Inseln und sonstigen Annehmlichkeiten ist bis zum heutigen Tag mit wenigen Ausnahmen nicht wirklich zu denken. In puncto Stress und Betriebsamkeit hat sich im Vergleich zu Deutschland nicht wirklich viel verändert - auch auf den Philippinen läuft das normale Leben weiter.


Poolbau für Anfänger...


Davon hatte man doch in der alten und kalten Heimat immer geträumt: Philippinen, 32° C im Schatten, ein glasklarer Pool direkt am Haus, morgens aufstehen, Badehose anziehen und ohne große Umwege einfach ins kühle Nass springen - ein Traum. Also haben wir uns hingesetzt und einen Plan gezeichnet, Baugenehmigungen eingeholt und einen guten Bekannten mit seinem Bauteam aktiviert.

Zuvor haben wir allerdings in Eigenregie und dem ausgeliehenen Jackhammer unseres schottischen Nachbarn durch unseren Gärtner ein Loch für den Pool aushämmern lassen.



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Eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat. 3 Monate haben wir gebraucht, um das gewünschte Loch in den harten Lavasteinboden zu treiben. Ohne das Engagieren von 2 weiteren Arbeitern würden wir wohl heute noch hämmern. Als das Bauteam seine Arbeit für 6 Wochen begann, war endlich ein Ende in Sicht. Die Beaufsichtigung und Anleitung der Arbeiten füllte unseren ganzen Tag. Waren wir mal zum Einkaufen in der Stadt, konnten wir sicher sein, dass bei unserer Rückkehr wieder irgend etwas schief gelaufen ist oder falsch gebaut wurde - alles reine Nervensache.

Dann war es endlich soweit: Der Pool war fertig, wurde geflutet und das erste Bad im eigenen, glasklaren Wasser ließ alle Strapazen vergessen. Dieser Bau war (Zusammen mit der Auswanderung und der Umsiedlung der Eltern.) bis heute eine der besten Entscheidungen unseres Lebens. Was für ein tolles Gefühl, wann immer man möchte, sich ein kaltes Bier, Zigaretten und Aschenbecher an den Beckenrand zu stellen und bei herrlichstem Sonnenschein oder mitten in der Nacht seinen eigenen Pool zu genießen - unbezahlbar.

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Ein Gärtner für alle Fälle...


Als wir vor 5 Jahren unser Haus bezogen, herrschte in unserem Garten bis auf ein paar kleine Pflanzen gähnende Leere. Heute gleicht er fast einem Urwald mit Palmen und Schatten-spendenden Bäumen.

Auch unser Gärtner hat die Sache bestens im Griff. Ach ja, unser Gärtner, Familienvater mit 6 Kindern, meine Güte, der ist auch schon fast 5 Jahre in unserem Haus tätig - eigentlich sehr ungewöhnlich für einen Filipino.

Meist arbeiten diese Tagelöhner nur ein paar Tage oder Wochen für den gleichen Arbeitgeber und wenn sie dann woanders 10 Peso mehr verdienen, oft für einen eigentlich schlechteren Job, sind sie weg. Oder erscheinen erst gar nicht zur Arbeit, weil sie am Vorabend einen über den Durst getrunken haben oder es einfach nur regnet, denn bei Regen kann man ja bekanntlich nicht arbeiten.

Unser Gärtner ist das glatte Gegenteil, na ja, er hat bei uns auch ein echt gutes Leben (Seine Frau arbeitet übrigens bei unseren Eltern als Gärtnerin.). Wir zahlen ihm seine Sozialversicherungsbeiträge, er erhält jede Woche Reis und Süßigkeiten für seine Familie, öfters mal eine Schachtel Zigaretten etc. Das Beste jedoch ist: Wir vertrauen ihm ein wenig und haben ihn bestens angelernt und eingearbeitet.

Er übernimmt sämtliche Reparaturarbeiten in und ums Haus, reinigt jeden Tag professionell den Pool und hat in unserer Anwesenheit alles unter Kontrolle. Telefon-, Wasser- oder Stromrechnung bezahlen, Besorgungen auf dem Markt für uns erledigen, Bierkisten und sonstige Dinge einkaufen - kein Problem. Er besitzt ein eigenes Tricycle und organisiert damit für ein kleines Entgelt alles, was wir brauchen - unbezahlbar der Mann.


Wenn der Strom ausbleibt...


Kommt schon öfters mal vor, dass hier in der Provinz der Strom ausfällt. Entweder ist eine Palme auf die Stromleitung gefallen, an einem Sonntag wird komplett der Strom wegen Reparaturen abgestellt oder ein Angestellter im Stromwerk hat mal wieder vergessen, einen Schalter umzulegen. Und diese Stromausfälle wirken sich natürlich auf Dauer negativ auf die Lebenserwartung aller elektrischen Geräte im Haus aus. Also musste Abhilfe her - ein Generator mit Benzinmotor.

So haben wir einen Generator gekauft und einen Elektriker mit der Verlegung der benötigten Leitung beauftragt. Unseren Gärtner angewiesen, den Generator auf dem Boden im Gerätehaus zu montieren und ein Auspuffrohr anfertigen zu lassen, damit die Abgase aus dem Gerätehaus durch ein Fenster nach draußen befördert werden. Zwar hat der Generator einen E-Starter, meist ist allerdings die Batterie leer und wir schmeißen ihn per Zugseil an - Hauptsache, wir haben Strom.


Kein Tropfen aus der Wasserleitung...


Auch das kann man gerne haben hier auf den Philippinen: Kein Tropfen Wasser kommt aus der Leitung. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir haben einen 2.000 l - Wassertank und Pumpe gekauft, ein Wassertankhaus zum Schutz bauen lassen und jetzt haben wir Wasser - und zwar immer und zu jeder Tageszeit. Ende der Geschichte.

 
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Die Eltern im Rentenalter unter südlicher Sonne...


Ja, ja, einen alten Baum soll man nicht verpflanzen - alles Quatsch und dummes Gerede in unseren Augen. Das beste Beispiel dafür sind unsere Eltern, die noch mit ihren weit über 80 Jahren die Übersiedlung auf die Insel Cebu bestens überstanden haben, jetzt ein entspanntes Rentnerleben im eigenen Häuschen mit Meerblick, deutschsprachigen Nachbarn und ihren Kindern genießen dürfen.

Natürlich, die eigenen Eltern allein und ohne wirkliche Hilfe in Deutschland zurückzulassen, war schon für alle Beteiligten eine harte Nummer. Oft haben wir Ihnen bei unseren Skype-Terminen ans Herz gelegt, doch einfach zu uns zu ziehen, wir würden uns schon um sie kümmern und sie versorgen - aber nichts zu machen. Wie es denn nun letztendlich dazu kam, dass sie jetzt schon seit November 2015 hier in Alcoy auf Cebu 300 m von unserem Haus entfernt leben, auch das ist eine lange und stressige Geschichte.

Auf jeden Fall haben wir alle zusammen die Sache gerockt, alles in Deutschland aufgelöst, verkauft und gekündigt. Ein paar Balik Bayan Boxen verschickt, hier ein tolles Haus zur Miete mit riesiger Terrasse, Meerblick und tropischem Garten organisiert und eine neue Heimat für die Eltern eingerichtet. Die Beiden müssen sie um nichts kümmern, haben eine Haushälterin, eine Gärtnerin und ihre 2 Kinder, die sich um den Rest kümmern - alles gut und die Familie ist zusammen.

 
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Zwischenmenschliches...


Das Leben mit der einheimischen Bevölkerung auf den Philippinen lässt sich als recht unkompliziert, entspannt, meist respektvoll  und umgänglich beschreiben. Gerade hier auf dem Land sind die Menschen meist wahrlich sehr einfach, oft fühlt man sich im alltäglichen Leben in die Steinzeit zurückversetzt - in ein Leben wie vor 1000 Jahren. Nun ja, hier wird zwar 12 Jahre in die Schule gegangen, aber ein konstruktives Gespräch mit den Meisten ist leider nicht möglich. Man gewinnt in den Konversationen den Eindruck, als würde der Gegenüber sich auf dem geistigen Niveau eines 3-jährigen Kindes befinden - leider die pure Realität.

Freunde und Bekannte in "German-Town Alcoy", ja auch das ist so ein Thema für sich. Im Laufe der letzten Jahre hat man viele Zeitgenossen kommen und gehen gesehen und wie es halt so im Leben ist, dauert es seine Zeit, bis man die Spreu vom Weizen getrennt hat. Oder besser gesagt, bis man die Menschen gefunden hat, die einen nicht aussaugen wie Vampire und einem die kostbare Lebenszeit rauben, sondern die einem einfach nur guttun und mit denen man sich auf einer Wellenlänge befindet. Auch dieser Prozess geht nicht von heute auf morgen - ein harter Weg. Wir für uns haben Menschen gefunden, auf die wir uns in jeder Situation verlassen können und die unser Leben bereichern.



Fazit nach 5 Jahren Philippinen...


Auch nach 5 Jahren ist es immer noch ein tolles und befreiendes Gefühl, morgens nach dem Aufstehen, bekleidet nur mit den Schlafshorts, auf seiner Terrasse zu stehen, die Wärme zu fühlen, die frische Meeresluft zu atmen und zu wissen: "Hey, der Sprung ins kalte Wasser und all die damit verbundenen Strapazen haben sich doch echt gelohnt." Unsere langen Unterhosen und Winterhemden nutzen wir jetzt als Putzlappen.

Auf der Insel Cebu fehlt es uns an nix und Dank des amerikanischen Einflusses leben wir im Land der 7107 Inseln nicht hinter dem Mond. Cebu-City, die Hauptstadt der Insel Cebu und der Inselgruppe der Visayas, ist die am schnellsten wachsende Wirtschaftsmetropole in ganz Asien. Auf Cebu bekommt man alles und noch viel mehr, man muss nur wissen, wie und wo. Natürlich, diese Entwicklung hinterlässt auch hier ihre Spuren: Die Anzahl der Bevölkerung steigt und der schon früher irrsinnige Straßenverkehr nimmt immer mehr zu. Für eine 100 km - Fahrt nach Cebu-City benötigt man jetzt oft bis zu 3 Stunden, aber was soll´s, einmal im Monat kann man diese Tour zum Einkaufen plus Übernachtung schon auf sich nehmen.

Vieles hat sich in unserem neuen Leben verändert, viel mehr Eigenverantwortung mussten wir übernehmen und der tägliche Lernprozess reißt nicht ab. Dinge, die für uns in Deutschland Normalität, Selbstverständlichkeit und Routine waren, müssen hier oft neu und hart erarbeitet werden. Aber was solls, wir werden jeden Tag neu gefordert, unser Horizont erweitert sich ständig. Kein Tag verläuft hier so, wie man ihn zuvor geplant hat und bringt meist eine Menge an neuen Überraschungen und Herausforderungen mit sich. Und wer alle diese neuen Herausforderungen meistert, ja der darf sich auch mal auf die Schulter klopfen und sagen: "Hey, natürlich ist eine Auswanderung kein Kindergeburtstag, aber wir haben es bis hier geschafft, sind immer noch da und werden es auch weiterhin bleiben."

Wie sagt doch ein schönes Zitat: "Der Weg ist das Ziel". Ja, wir haben ein Ziel und dieses Ziel heißt: "Unser Leben nach unseren Vorstellungen halbwegs frei unter südlicher Sonne zu verbringen." Und das verlieren wir auch nicht aus den Augen, ja warum auch, hat doch bis heute alles super geklappt. In diesem Sinne freuen wir uns auf die nächsten 5 Jahre und all die verrückten und unvorhersehbaren Dinge, die uns auf dem Weg zu unserem persönlichen Ziel noch passieren werden.



Sonnige Grüße von der philippinischen Insel Cebu

Heike & Uwe Fuerst


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